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Das Herz und seine Erkrankungen: Grundlagen

Das Herz ist eine Erfolgsgeschichte der Evolution. Es arbeitet über 100 Jahre lang und leistet Unglaubliches. Es schlägt in Ruhe  60-70 Mal pro Minute und pumpt Blut durch den menschlichen Körper. Pro Minute befördert das Herz  5 Liter Blut (pro Stunde 300 Liter, pro Tag 7.200 Liter). Bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 85 Jahren sind das enorme 220 Millionen Liter Blut.

Das Herz  darf auch nicht stehen bleiben - versiegt der Blutfluss zum Gehirn nur zehn Sekunden lang, wird der Mensch bewußtlos. Ausserdem muß sich das Herz an Belastungen anpassen können und fallweise mehr Blut durch den Körper pumpen. Zum Beispiel bei Sport, Ärger oder Kampfsituationen.

Damit alle Anforderungen erfüllt werden können, hat die Evolution das Herz ganz einfach entwickelt. Es hat eigentlich nur zwei Aufaben: Es muß sich füllen und auspumpen – füllen – auspumpen – usw. Mehr tut es nicht – ein ganzes Leben lang.

Damit dieser grundlegende Kreislauf erfüllt werden kann braucht das Herz folgende Teile, die mit einem Motor gut vergleichbar sind:

  • Herzklappen = Ventile: Ihre Aufgabe ist das Blut in die korrekte Richtung zu leiten.
  • Koronararterien = Benzinversorgung: Diese ”Schläuche” versorgen das Herz selbst mit Blut, Nährstoffen und Sauerstoff.
  • Herzmuskel = Motor: Der Herzmuskel ist hohl. Er zieht sich zusammen und pumpt das Blut in den Kreislauf, um sich anschließend wieder zu füllen.
  • Herzrhythmus = Zündung: Der Rhythmus ist der Taktgeber wie schnell das Herz schlagen soll und ist zuständig, dass eine Synchronität gegeben ist.
  • Pericard = Hülle: Das Pericard schützt das Herz und senkt die Reibung, die sonst entstehen würde.

Im Lauf des Lebens können nun die einzelnen Teile des Herzens erkranken. Die Aufgabe des Arztes ist die entsprechende Störung zu finden und dem Patienten eine optimale Therapie der Erkrankung  anzubieten. Da jeder Mensch andere Ziele, Bedürfnisse, Wünsche, Ängste und Lebensansichten hat und die Ausgangsbedingungen (Alter, Begleiterkrankungen, eingenommene Medikamente, etc.) unterschiedlich sind, können die angebotenen Lösungen nur individuell sein.

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